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Erforsche das Unvorstellbare

the great awakening

„Wer nach außen schaut, träumt, wer nach innen schaut, erwacht.“

– C. G. Jung

Altes und neues Denken

Rationales Denken („das alte Denken“) basiert auf einem mechanistischen Weltbild (= es existiert nur Materie), der linearen Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Dementsprechend ist auch das Wissenschaftsverständnis geprägt von eindeutigen, wiederholbaren Ereignissen, welche den Beobachter und dessen Bewusstsein außer Acht lassen. Es ist ein Denken in (messbaren, statischen) Zuständen, statt in volatilen Prozessen mit Wechselwirkungen auf unbestimmt vielen Ebenen. Rationales Denken muss die Lebendigkeit ausschließen, um funktionieren zu können. So erklärt sich die allgemeine Hilflosigkeit im Umgang mit Komplexität, deren lebendige Anteile als Störfaktor der rationalen Weltsicht empfunden werden.

Neues, holistisches Denken ist ein Paradigmenwechsel, denn das holistische Weltbild betrachtet Geist und nicht Materie als Urgrund allen Seins. Holistisches Denken ist eine Synthese aus Intellektualität und Spiritualität und trägt den unterschiedlichen Wirkprinzipien beider Dimensionen Rechnung. Die Gesetze der Materie basieren auf Kausalität, dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Diese Linearität entspricht exakt der Funktionsweise des Verstands.

Geist hingegen hat eine zirkuläre Logik, die für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln ist. Weil die Dinge auf unbestimmt vielen Ebenen miteinander wechselwirken, können Ursache und Wirkung nicht voneinander getrennt werden. Das Wirkprinzip des Geistes ist die Synchronizität, das Zusammenfallen innerer und äußerer Muster, die zeitlich korrelieren, aber nicht kausal verbunden sind.

In der holistischen Denklogik bleiben die rationalen Denkstrukturen erhalten, doch man geht über sie hinaus in den trans-rationalen Bereich. Lineare Denkmuster sind notwendig für konkrete Handlungen, für die Umsetzung von Ideen. Wenn sie aber Grundlage von Lösungsfindung sind, dann sind die Ergebnisse unzureichend, weil der Verstand Komplexität bekämpft, statt sie zu nutzen.

Jedes komplexe Problem löst sich aus einer höheren Perspektive. Das bedeutet, dass sich komplexe Probleme nicht lösen lassen, indem man eine Ursache sucht, sondern indem man eine höhere Perspektive findet.

Der weg zu neuem Denken

Das Bewusstsein der Menschen hat sich im Laufe der Zeit von prä-rationalen archaischen, magischen und mythischen Mustern zum rationalen Bewusstsein entwickelt. Jetzt befinden wir uns an der Schwelle zu einer neuen Bewusstseinsebene, dem holistischen Bewusstsein, welches souverän ist im Umgang mit Komplexität und die Probleme zu lösen vermag, die das alte Denken hervorgebracht hat. Höhere, komplexere Perspektive zu erreichen bedeutet, sich zuerst die unbewussten Annahmen der eigenen Sichtweise bewusst zu machen. Der häufigste Fehler besteht darin, den Dingen selbst Eigenschaften zuzuschreiben, die tatsächlich aber in der eigenen Sichtweise begründet liegen.

Naturgemäß fangen Menschen erst dann an, eine Bereitschaft zu entwickeln, ihre Denkweise zu hinterfragen, wenn sie in einer Krise stecken, für die sie keine Lösungen finden können. Der Zustand muss als ausgesprochen drastisch empfunden werden und sich von den bekannten Krisen im Leben unterscheiden. Eine Scheidung, ein Jobverlust oder ein Trauerfall können als unvermeidbares Lebensrisiko eingestuft werden und führen deshalb nicht zwangsläufig dazu, die eigene Weltsicht infrage zu stellen.

Die aktuelle Krisensituation, deren Ausmaß noch niemand abschätzen kann, kann das Sprungbrett zu einem globalen Bewusstseins-Shift im Sinne einer höheren Denklogik sein. Es besteht die Chance, dass sich Wirtschaftssysteme und Gesellschaften aus ihren egozentrischen Sichtweisen herausentwickeln und zu einer neuen Ethik reifen, die den Kapitalismus in seiner bisherigen Form transformiert. In jedem Fall werden durch die Krise Strukturen und Prozesse zerlegt, die eines Wiederaufbaus bedürfen. Das ist die Gelegenheit, die Dinge besser zu machen als sie bisher waren.

Die Notwendigkeit, Unternehmen nicht nur zu digitalisieren, sondern auch in ihren Strukturen umzugestalten, um zukunftsfähig zu werden, ist hinreichend bekannt – nur die Erfolge bleiben aus. Das Agilitätskonzept erleichtert den Umgang mit Komplexität, weil es in kürzeren Zyklen denkt. Gleichwohl basiert es auf rationalem Denken, der linearen Logik von Ursache und Wirkung. Dementsprechend wird die Dimension der Lebendigkeit, die auf Synchronizität basiert, nicht integriert, sodass deren multidimensionalen Wechselwirkungen immer wieder als neue Ereignisse oder Störfälle erlebt werden, die eine Anpassung der Vorgehensweise erforderlich machen. Agilität reagiert auf Komplexität. Souveräner Umgang mit Komplexität nutzt Lebendigkeit, statt sie als Störfaktor zu betrachten.

Es bedarf der nächsten Generation von Organisationsentwicklungskonzepten, den lebendigen Organisationen, um Komplexität zu wertschätzen und zu nutzen. Lebendige Organisationen basieren auf transrationalem, holistischem Denken und bringen Win-Win-Win-Situationen hervor. Sinnerfüllte Mitarbeiter befördern den ökonomischen Erfolg von nachhaltigen Unternehmen, welche ein Gewinn für die Gesellschaft sind.

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