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Hier bloggen Wir....

und schreiben unsere Meinung zu spirituellen Themen wie:
  • Quantenphilosophie
  • Spiritualität
  • Dekonstruktion (vom christlichen zum holistischen Weltbild)
  • das göttliche Königreich
  • die versklavte Menschheit erkennt ihren Zustand und befreit sich

Dekonstruktion

Wir leben in spannenden Zeiten, vieles ist im Umbruch und manchmal ist es nicht leicht zu entscheiden, woran man sich orientieren soll. Wird alles besser? Wird es erst schlimmer, bevor es besser wird? Wie lassen sich positives Denken und Vertrauen auf Gott mit der Vorbereitung auf Krisen in Einklang bringen? Sollen wir uns überhaupt vorbereiten oder ist es besser, sich im Vertrauen auf Gott um nichts zu sorgen? Wie schaut es eigentlich genau aus, Gott hinsichtlich Versorgung zu vertrauen? Wie erleben wir Gott im Alltag ganz konkret? Stellt ihr euch diese Fragen auch manchmal?

So vieles hat sich, seit ich vor vielen Jahren gläubig wurde, in meinem Denken geändert. Vielen Menschen habe ich zu einer größeren
Freiheit verhelfen dürfen, und viele haben mich wieder verlassen, wenn ihnen die zunehmende Freiheit zu frei wurde. Ich war schon immer einer, der das, was er an Neuem entdeckte, weitergab, auch wenn mich das immer wieder Freundschaften und Unterstützung kostete. Ob es nun um ein neues Verständnis bezüglich Israel, der Endzeit, der Gemeinde, der Ehe, der Sexualität oder der Hölle ging. Wir sind auf einem Weg, den viele „Deconstruction“ nennen, eine Bewegung, die zurzeit einer der größten, wenn nicht sogar die größte unter Gläubigen weltweit ist. Was bedeutet
„Deconstruction“ eigentlich? Damit ist gemeint, dass alteingesessene und unter Christen allgemein gültige/anerkannte Überzeugungen hinterfragt werden, wie ich das schon immer getan habe. Für jeden schaut dieser Weg natürlich anders aus und für jeden „endet“ er auch wo anders. Für uns bringt dieser Weg, auf dem wir alles hinterfragen, was nicht der Liebe entspricht, wieder eine größere Freiheit und ein Sprengen unserer Denkboxen.

Unser Leben verläuft wie eine Spirale. Es geht immer höher und höher (oder tiefer und tiefer, je nachdem, wie man es betrachtet), Schicht um Schicht; wir verändern uns, wir lernen, wir reifen, wir wachsen, wir erweitern unseren Horizont. Ich bin überzeugt, das soll auch genauso sein. Unser Weltbild und unser Gottesbild, unser Verständnis von und über die Bibel, von uns selbst und unserer Einheit – all das ändert sich und nimmt zu. Fragen sind nie falsch. Egal, welche Frage es ist. So ist auch die Frage legitim, warum Jesus für uns am Kreuz sterben musste, wenn Gott doch Menschenopfer hasst? Diese Frage ist für die meisten von euch wohl nicht mehr anstößig, ihr habt bereits eine andere Sicht aufs Kreuz. Aber vielleicht erinnerst du dich noch an eine Zeit, in der dich allein schon diese Frage empört hätte?

Uns beschäftigen seit längerem noch andere Fragen. Geht es dir auch so? Möchtest du auch noch eine größere Sicht bekommen und traust dich, alles auf den Prüfstand zu stellen – in der Gewissheit, dass dich nichts und niemand von Gott trennen kann? (Warum? Richtig: Weil wir in Gott leben, weben und unser Sein haben – ohne Gott in uns und wir in Gott könnten wir gar nicht existieren, sondern würden uns sofort in Luft auflösen.)

Unser Wunsch ist, euch mit auf die Reise hin zu immer größerer Freiheit und Liebeskapazität zu nehmen und gemeinsam zu einem neuen Verständnis von der Einheit alles Existierenden zu kommen.

Wir wollen die Geheimnisse der Quantenphysik und -philosophie ergründen, Fragen stellen und gemeinsam Antworten entdecken, uns trauen, über unseren christlichen Tellerrand auch zu anderen Traditionen zu schauen – denn Gott ist überall am Wirken: in allen Traditionen und Religionen, in der gesamten Schöpfung. Gott ist nicht beschränkt, und Gott ist auch kein Christ. Gott ist Liebe, und Liebe wirkt überall und in jedem, um uns als gesamte Menschheit weiterzubringen, uns mehr Erkenntnis und Verständnis zu vermitteln und alles Lebende in Einklang mit Gott und Agape-Liebe zu bringen.

Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist egal, was uns trennt.

Ernst Ferstl

Wir denken, dass es aufgrund unserer Prägungen und unbewussten Vorurteile (die wir alle mehr oder weniger haben)  schwer ist, abschätzen zu können, welche Entscheidung und welcher Weg überhaupt falsch oder richtig ist. So oft verharrt man in unguten Situationen, aus Angst, man könnte etwas Falsches tun oder es könnte noch schlimmer werden. Und das könnte ja auch tatsächlich der Fall sein. Das Problem ist, so etwas weiß man immer erst im Nachhinein. Oder eigentlich noch nicht mal dann. Verändert man eine Situation und es geht vielleicht nicht so gut aus, könnte die Schlussfolgerung sein: „Ich habe die falsche Entscheidung getroffen.“ Doch woher weißt du das? Du kannst nicht wissen, was passiert wäre, wenn du in der Situation geblieben wärst. Unser Punkt ist: Unser Leben kann hunderte von verschiedenen Wegen nehmen, die wiederum an hunderte von verschiedenen Abzweigungen führen, usw. Die Frage, „Hätte ich damals nur anders entschieden…“, ist somit eine, mit der wir uns völlig unnötig quälen. Uns bleibt also nichts, als Dinge abzuwiegen und letztlich aber auf unser Bauchgefühl, unseren Eindruck, auf unsere Intuition zu hören und den für uns (in dem Moment) „richtigen“ Weg zu gehen. Zu wissen, dass am Ende kein Abgrund wartet, sondern immer eine Fülle von verschiedenen Möglichkeiten, sollte uns dankbar und furchtlos machen. Gott begleitet uns ohnehin auf all unseren Wegen. Wir sind untrennbar von ihm (erinnert euch… „in ihm leben, weben und sind wir“). Wir dürfen doch vertrauen, dass jeder Weg uns auch formt und weiterbringt. Und wir können jederzeit Korrekturen vornehmen. Wir dürfen doch die Frucht in unserem Leben betrachten und überlegen, ob wir es mit einer guten oder faulen Frucht zu tun haben (nur bitte nicht Frucht mit Umständen verwechseln!). Die Frage, die wir uns immer wieder stellen dürfen, lautet: Bin ich liebevoller, offener, gnädiger, großzügiger usw. geworden? Habe ich mehr Frieden, mehr Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen, Freude usw.? Ist mein Denken offener, mein Horizont weiter geworden?

Wir sind alle eins. Das ist eine Tatsache. Wir sind mehr miteinander verbunden, als uns bewusst (oder manchmal lieb) ist. Das bedeutet aber nicht, dass wir alle gleich denken und fühlen. Doch unser Leben, unser Geist ist mit dem Schöpfer und allem Geschaffenen eins, daran ändert auch unser unterschiedliches Denken und Wahrnehmen nichts. Und daher können wir auch miteinander weitergehen, trotz unterschiedlicher Einstellungen. Unsere individuellen Lebenswege mögen unterschiedliche Grenzen und Richtungen haben, doch unser gemeinsamer „spiritueller“ Weg kann trotzdem ein gemeinsames Ziel haben:

Was ist der kleinste, gemeinsame Nenner, auf den wir uns ausrichten können? Wonach sehnen sich alle Menschen? Was ist das eine, was die Kraft hat, alles zu verändern, Frieden und Versöhnung zu schaffen, die schlimmsten Verletzungen zu heilen, die Finsternis zu erhellen, den Himmel auf Erden zu schaffen? Ist es nicht die Liebe? Ist es nicht die Liebe, um die sich alles dreht, worum es geht? Ist nicht die Liebe die Grundlage allen Seins, der Grund, weshalb es uns gibt, der Grund, weshalb wir leben wollen? Ist Gott nicht in seiner ganzen Essenz…. LIEBE?

Unser gemeinsames Ziel, unsere gemeinsame Richtung ist, dazu beizutragen, dass wir als Menschheit irgendwann einmal diese universelle Liebe leben („universelles Schalom“). Auch Jesus ging es nicht darum, dass man ihn anbetete und diente, es ging ihm um das Königreich Gottes auf Erden. Und dieses Königreich ist Liebe (Frieden, Freude, Gerechtigkeit… usw. Alles letztlich Früchte der Liebe). Unser Ziel ist also, dass wir einander lieben und annehmen können, trotz unterschiedlicher Ansichten und Lebenswege. Dass wir diskutieren, austauschen, voneinander lernen und einander stehen lassen können, ohne dass wir uns trennen und verurteilen müssen. Jeder hat seine Geschichte und seinen Weg, jeder macht seine wertvollen und seine schmerzvollen Erfahrungen, an denen wir einander teilhaben lassen können. Wird die Liebe nicht genau da, wo wir unterschiedlich denken, besonders sichtbar und erfahrbar und für andere Menschen anziehend? Jesus sagte, es ist leicht, die zu lieben, die einen auch lieben. Es ist nicht so leicht, den Rest zu lieben. Mit anderen Worten heißt das aber, dass Liebe eben dort am stärksten zu Tage tritt, wo ich Menschen liebe, „die mir Mühe machen“. Und wir sind überzeugt, genau das braucht die Welt, genau das brauchen wir alle. Dass wir jeden da, wo er steht, so, wie er ist, annehmen und lieben anstatt ihn zu verlassen, weil wir mit den Schlussfolgerungen nicht einverstanden sind, zu denen er gekommen ist. Wenn sich alles um die Liebe dreht und nur noch die Liebe auf Erden herrschen soll, haben wir sowieso noch genug Arbeit vor uns! 😉

Warum erheben wir unsere Stimme?

Warum erheben wir die Stimme und fangen an zu schreien, wenn wir wütend und zornig werden? Weshalb schreien wir uns gegenseitig an? Warum schreien wir eine Person an, obwohl sie ganz in unserer Nähe ist? Weshalb können wir nicht mit ihm oder mit ihr in einem ruhigen Ton reden? Warum überhaupt schreien wir eine Person an, wenn wir genervt und wütend sind?

Wenn zwei Menschen sich gegenseitig wütend machen, ist zwischen ihren beiden Herzen ein Abstand entstanden. Sie haben das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Um diese Distanz, diesen Abgrund zu überwinden, schreien sie. Je mehr Frust und Enttäuschung präsent sind, desto lauter werden sie schreien, um sich über die Entfernung überhaupt noch „hören“ zu können.

Doch was passiert, wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben? Sie schreien sich nicht an, sondern reden ganz ruhig miteinander. Warum? Weil ihre Herzen sehr nahe sind. Es gibt praktisch keine Entfernung zwischen ihnen. Und was passiert, wenn die Liebe dieser beiden stärker wird und noch mehr wächst? Dann genügt ein Flüstern und am Ende versteht man sich auch ganz ohne Worte. Es reicht, sich gegenseitig anzusehen.

Wenn du also das nächste Mal deine Stimme erhebst und deine Lieblingsperson anschreist, dann denke daran, dass sich da womöglich eine kleine Kluft zwischen euren Herzen gebildet hat, die mit jedem Schreien ein wenig grösser wird. Sprüche 15,1 sagt dazu: „Eine sanfte Antwort dämpft die Erregung, eine kränkende Rede reizt zum Zorn.“

So wünsche ich euch allen, einander wieder näher zu kommen, bis jede ungesunde Distanz überwunden ist und (liebevolle) Blicke wieder lauter reden als Worte.

Glaubst du an einen gewalttätigen GotT?

Glaubt man der Bibel, dann hat Gott zur Zeit Moses Völkermorde und Tieropfer befohlen (siehe als Beispiel die nachfolgenden Verse im 5. Buch Mose).

Deu 13:2 Wenn ein Prophet oder ein Traumseher in deiner Mitte auftritt und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt Deu 13:3 und dabei sagt: “Lass uns anderen Göttern folgen und ihnen dienen!”, Göttern, die du nicht kennst; und wenn das Zeichen oder das Wunder, das er dir genannt hat, eintrifft, Deu 13:4 dann sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten hören oder auf den, der die Träume hat. Denn Jahwe, euer Gott, prüft euch, ob ihr ihn mit Herz und Seele liebt. Deu 13:5 Ihr sollt Jahwe, eurem Gott, folgen und Ehrfurcht vor ihm haben. Seine Gebote sollt ihr halten, seinen Weisungen gehorchen, ihm dienen und ihm treu sein. Deu 13:6 Jener Prophet oder Traumseher aber muss getötet werden. Denn er wollte euch zum Abfall von Jahwe, eurem Gott, verleiten, der euch aus Ägypten herausführte und aus dem Sklavenhaus erlöste. Er wollte dich von dem Weg abbringen, auf dem Jahwe, dein Gott, dir zu gehen befohlen hat. Du sollst das Böse aus deiner Mitte beseitigen. Deu 13:7 Wenn dich dein leiblicher Bruder, dein Sohn, deine Tochter, deine Frau in deinen Armen oder dein bester Freund verführen will und sagt: “Komm, lass uns anderen Göttern dienen!” – Göttern, die weder du noch deine Vorfahren gekannt haben, Deu 13:8 Göttern der Völker, die um euch her wohnen, mögen sie nah oder fern von euch sein, von einem Ende der Erde bis zum andern –, Deu 13:9 dann sollst du ihm nicht nachgeben und nicht auf ihn hören. Du sollst ihn nicht schonen, ihn nicht schützen und kein Mitleid mit ihm haben, Deu 13:10 sondern du musst ihn unbedingt umbringen. Du sollst als Erster Hand an ihn legen, um ihn zu töten, und danach das ganze Volk. Deu 13:11 Du musst ihn zu Tode steinigen, denn er hat versucht, dich von Jahwe, deinem Gott, abzubringen, der dich doch aus dem Sklavenhaus Ägyptens herausgeführt hat. Deu 13:12 Ganz Israel soll es hören, damit sie sich fürchten und nie mehr solch eine böse Sache in deiner Mitte tun. Deu 13:13 Wenn du aus einer deiner Städte, die Jahwe, dein Gott, dir zur Wohnung gibt, die Nachricht hörst, Deu 13:14 es sei ein übles Gesindel aus deiner Mitte hervorgegangen und habe die Einwohner der Stadt verführt und gesagt: “Kommt, lasst uns anderen Göttern dienen!” – Göttern, die ihr nicht gekannt habt –, Deu 13:15 dann sollst du das genau untersuchen, nachforschen und nachfragen. Und wenn sich der Bericht als wahr erweist, wenn es stimmt, dass diese Schandtat in deiner Mitte verübt worden ist, Deu 13:16 dann sollst du an den Einwohnern dieser Stadt den Bann vollstrecken, du sollst sie mit dem Schwert erschlagen, auch ihr Vieh. Deu 13:17 Sämtliche Beute sollst du mitten auf dem Platz aufhäufen und dann die Stadt und ihre ganze Beute anzünden. Sie soll als Ganzopfer für Jahwe, deinen Gott, völlig verbrennen und ewig ein Schutthaufen bleiben. Niemals darf sie wieder aufgebaut werden. Deu 13:18 Von dem Gebannten darf nicht das Geringste in deiner Hand hängen bleiben, damit Jahwe von seinem glühenden Zorn ablässt und dir Barmherzigkeit schenkt; dass er sich über dich erbarmt und dich zahlreich macht, wie er es deinen Vorfahren geschworen hat; Deu 13:19 sofern du auf Jahwe, deinen Gott, hörst und alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebe, dass du tust, was vor Jahwe, deinem Gott, recht ist.

Ein gewalttätiger Gott ist ein Gott nach dem Bild des Menschen. Kann es sein, dass uns das alte Testament nicht die wahre Natur Gottes zeigt, sondern lediglich die Sichtweise der damals lebenden Menschen, da uns Jesus ein ganz anderes Bild über den Vater zeichnet? Paulus sagt uns zudem, dass wir Nachahmer Gottes sein sollen. Da gibt es keine Ausnahme! Sei solange ein Nachahmer Gottes, außer wenn Gott angeblich wütend und gewalttätig ist, dann sei bitte kein Nachahmer Gottes. Wenn dir gesagt wird, dass du ein Nachahmer Gottes bist und Jesus dir Liebe zu unseren Feinden und Gewaltlosigkeit befiehlt, dann, weil Gott gewaltlos ist und Seine Feinde liebt. Die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt besteht immer aus Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung. Denk darüber nach.
 
Jesus von Nazareth lehrt uns unzweifelhaft: “Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen” (Lukas 6, 27). Auch das Opfern von Tieren lehrt er nicht. Stattdessen treibt er die Tierhändler aus dem Tempel hinaus. Gleiches lehrten bereits die Gottespropheten des Alten Testaments. Bei Jeremia ist z. B. das Gotteswort zu lesen: “Denn ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten herausführte, nichts befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft.” (Jeremia 7, 22)

Jesus sagt sehr ausdrücklich, dass alles, was stiehlt, tötet und zerstört, nicht von Seinem Vater kommt, sondern nur das, was Leben gibt (Joh. 10,10). Es ist niemals okay, das alte Testament zu zitieren, um etwas gutzuheißen und zu unterstützen, das Jesus eindeutig verbietet!

Auf dem Berg der “Verklärung” sprach zudem Gott unmissverständlich zu den Jüngern: “»…Dies ist mein Sohn, mein Auserwählter; auf ihn sollt ihr hören!” (Lk. 9,35) Und in Joh. 10,30 sagt Jesus: “Ich und der Vater sind eins.” Da Jesus und der Vater eins sind, kann die Darstellung eines gewalttätigen, himmlischen Vaters im AT nicht akkurat sein.